Mundgesundheit

Empfindliche Zähne: Woher kommt es und was hilft wirklich?

Ein kurzes Ziehen bei Eis oder kaltem Wasser ist unangenehm. Wir erklären, warum Zähne empfindlich werden und welche Maßnahmen wirklich helfen.

Dt. Duygu GürleyenVeröffentlicht: · 4 Min. Lesezeit
Empfindliche Zähne: Woher kommt es und was hilft wirklich?

Empfindliche Zähne, in der Fachsprache Dentinhypersensibilität genannt, äußern sich durch einen kurzen, scharfen Schmerz, wenn Zähne mit Kälte, Wärme, Süßem, Saurem oder Berührung in Kontakt kommen. Ursache ist meist freiliegendes Zahnbein, das Dentin. Es enthält feine Kanälchen, die Reize direkt an den Zahnnerv weiterleiten. Empfindlichkeit ist weit verbreitet und meist gut behandelbar. In unserer Zahnklinik in Alanya klären wir zuerst, woher die Beschwerden kommen, denn hinter einem empfindlichen Zahn kann auch ein anderes Problem stecken.

Wie Zähne empfindlich werden

Normalerweise ist das Dentin durch den Zahnschmelz an der Krone und durch das Zahnfleisch am Zahnhals geschützt. Wird dieser Schutz dünner oder fehlt er, können Reize leichter bis zum Nerv gelangen. Häufig sind es mehrere Faktoren, die zusammenwirken.

  • zurückgehendes Zahnfleisch, das die Zahnhälse freilegt
  • zu kräftiges Putzen oder sehr harte Zahnbürsten
  • Säuren aus Lebensmitteln und Getränken, die den Schmelz anlösen (Erosion)
  • Zähneknirschen und Pressen, das Schmelz abträgt
  • Karies, undichte Füllungen oder Risse im Zahn
  • vorübergehend nach Zahnaufhellung, Zahnreinigung oder einer neuen Füllung

Säurehaltige Lebensmittel wie Zitrusfrüchte, Softdrinks, Fruchtsäfte, Wein oder Essig sind dabei ein oft unterschätzter Faktor. Werden sie häufig über den Tag verteilt konsumiert, kann der Schmelz nach und nach dünner werden.

Empfindlichkeit oder ein anderes Problem?

Ein kurzer Schmerz, der sofort nachlässt, wenn der Reiz verschwindet, spricht eher für freiliegendes Dentin. Hält der Schmerz dagegen länger an, tritt er spontan oder nachts auf oder schmerzt der Zahn beim Kauen, kann eine Karies, ein Riss oder eine Entzündung des Zahnnervs dahinterstecken. Diese Ursachen brauchen eine andere Behandlung, zum Beispiel eine Füllung oder eine Wurzelbehandlung. Deshalb ist eine Untersuchung wichtig, bevor man nur mit Spezialzahnpasta behandelt.

Was Sie selbst tun können

Bei leichter Empfindlichkeit helfen oft schon einfache Änderungen im Alltag. Wichtig ist, die Zähne zu schützen, statt sie weiter zu belasten.

  • eine weiche Zahnbürste verwenden und ohne starken Druck putzen
  • eine Zahnpasta für empfindliche Zähne über mehrere Wochen regelmäßig nutzen
  • säurehaltige Speisen und Getränke reduzieren und eher zu den Mahlzeiten genießen
  • nach Saurem mit Wasser spülen und mit dem Putzen etwas warten
  • fluoridhaltige Produkte zur Stärkung des Zahnschmelzes einsetzen

Zahnpasten für empfindliche Zähne wirken, indem sie die offenen Dentinkanälchen verschließen oder die Reizweiterleitung zum Nerv dämpfen. Ihre Wirkung baut sich meist über einige Wochen auf. Geben Sie dem Produkt also etwas Zeit, bevor Sie urteilen. Ein praktischer Trick: Tragen Sie die Zahnpasta abends nach dem Putzen mit dem Finger direkt auf die empfindlichen Stellen auf und spülen Sie danach nicht mehr aus. So kann der Wirkstoff länger einwirken.

Viele Zahnärzte empfehlen außerdem, nach säurehaltigen Speisen oder Getränken etwa eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen zu warten. Der Speichel braucht etwas Zeit, um die Säure zu neutralisieren und den Schmelz wieder zu härten. Wer direkt danach kräftig bürstet, kann den angelösten Schmelz zusätzlich abtragen. Ein Glas Wasser oder ein Stück Käse nach dem Essen helfen, die Säure schneller auszugleichen. Auch das Trinken mit einem Strohhalm kann den Kontakt säurehaltiger Getränke mit den Zähnen verringern.

Behandlung in der Praxis

Hilft die Pflege zu Hause nicht ausreichend, gibt es verschiedene Möglichkeiten in der Zahnarztpraxis. Je nach Ursache tragen wir einen schützenden Lack oder ein versiegelndes Material auf die empfindlichen Stellen auf. Freiliegende Zahnhälse mit Defekten lassen sich mit zahnfarbenen Kompositfüllungen abdecken. Undichte Füllungen oder Karies werden behandelt, und bei Zähneknirschen kann eine Aufbissschiene den Schmelz vor weiterem Abrieb schützen.

In seltenen Fällen, wenn ein Zahn trotz aller Maßnahmen stark und anhaltend schmerzt, kann eine Wurzelbehandlung nötig werden. Das ist aber die Ausnahme und wird nur nach sorgfältiger Untersuchung entschieden.

Empfindlichkeit nach Zahnaufhellung

Viele Patienten fragen uns vor einer Zahnaufhellung in Alanya, ob die Zähne danach empfindlich werden. Eine vorübergehende Empfindlichkeit ist möglich und in der Regel nach wenigen Tagen vorbei. Wer bereits empfindliche Zähne hat, sollte das vor der Behandlung ansprechen. Wir können dann vorbereitende Maßnahmen empfehlen und die Behandlung anpassen. Nicht für jeden ist eine Aufhellung die richtige Wahl, und auch das sagen wir Ihnen ehrlich.

Ihre Zähne reagieren empfindlich und Sie möchten die Ursache wissen? Vereinbaren Sie ein kostenloses Vorgespräch bei Alanya Dental Help oder schreiben Sie uns per WhatsApp an +90 506 994 81 44. Ihr Zahnarzt in Alanya hilft Ihnen gern weiter.

Häufige Fragen

Gehen empfindliche Zähne von selbst wieder weg?

Manchmal ja, zum Beispiel nach einer Zahnaufhellung oder einer neuen Füllung. Bei freiliegenden Zahnhälsen oder Erosion bleibt die Empfindlichkeit ohne Gegenmaßnahmen meist bestehen. Lassen Sie anhaltende Beschwerden untersuchen.

Wie schnell wirkt eine Zahnpasta für empfindliche Zähne?

Die Wirkung baut sich meist über einige Wochen bei regelmäßiger Anwendung auf. Manche Patienten spüren schon früher eine Besserung.

Kann ich trotz empfindlicher Zähne ein Bleaching machen?

Das ist oft möglich, sollte aber vorher untersucht und besprochen werden. Bei bestimmten Ursachen behandeln wir zuerst die Empfindlichkeit oder raten von der Aufhellung ab.

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